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Archiv für das 'Waisenkinder'-tag

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09.04.2010

Nou la (Wir sind noch da)

Aktueller Bericht aus St. Helene in Kenscoff

Die typisch haitianische Antwort auf die Frage nach dem Befinden zeigt die Haltung der Kinder und Angestellten des St. Helene Waisenhauses: „Nou la – Wir sind noch da!“ Weiterlesen…

Schlagworte: kinderdorf Kenscoff, wasserlieferung afrika, Multi Kulturen Patienten Arzt Krankenhaus
08.04.2010

Ein Ausflug zum Geburtstag

Einmal im Monat beschenkt die Abteilung der Padrinos (Paten) bei NPH Guatemala  die Geburtstagskinder des jeweiligen Monats mit einem Ausflugstag, Süßigkeiten und einem besonderen Essen (NPH = Nuestros Pequenos Hermanos).

Coole Jungs beim Geburtstagsausflug

Coole Jungs beim Geburtstagsausflug

Seinen Geburtstag in einem Heim unter 350 anderen Kindern und im Rahmen eines sehr vollen Schulstunden- und Arbeitsplanes zu feiern, kann häufig etwas bedrückend sein. Manchmal fehlt es an Zeit oder den richtigen Menschen, um den Geburtstagskindern an ihrem besonderen Tag auch besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Aber dank der weltweiten Unterstützung der Paten unserer Kinder kann die Padrinos-Abteilung von NPH Guatemala einmal im Monat eine Geburtstagsfeier für all unsere Kinder veranstalten. Unsere Kinder hier in Guatemala fiebern dem Geburtstagsausflug schon Wochen im Voraus entgegen und fragen die Angestellten und Freiwilligen ununterbrochen nach dem genauen Datum ihrer Geburtstagsfeier. Die Kinder bekommen die Gelegenheit, ein weiteres Jahr mit der Erfahrung der dringend benötigten persönlichen Aufmerksamkeit zu feiern.

Der Geburtstagsausflug für Februar hat gerade vor ein paar Wochen stattgefunden und war ein Tag voller Spaß, Geburtsags-Vergnügen, Einkäufen und einem Abendessen in der nahegelegenen Stadt Chimaltenango. Die Gruppe dieses Monats umfasste circa 20 Kinder – angefangen bei unseren jüngsten Kindern aus dem Montessori-Kindergarten bis hin zu unseren Oberschülern, die in unseren Bachillerato(Hochschule)-Gebäuden leben.

Vorbereiten der Süssigkeiten für die Geburtstagskinder

Vorbereiten der Süssigkeiten für die Geburtstagskinder

Die Geburtstagsfeier nimmt die Kinder fast den ganzen Tag in Anspruch. Am frühen Nachmittag stellt sich nach dem Schulunterricht jeder, der in diesem Monat Geburtstag hat, beim Padrinos-Büro an, um seine Tüte voller Geburtstags-Naschereien zu bekommen. Das sind Bonbons, Kekse, Chips, Saft, Popcorn und vieles andere mehr.

Ein stolzer Einkäufer

Ein stolzer Einkäufer

Außerdem erhält jedes Kind einen kleinen Geldbetrag (der parallel zum Alter zunimmt), über den es frei verfügen kann. Die NPH-Familie in Guatemala versucht, den Kindern durch diese Zuteilung von eigenem Geld beizubringen, wie man Geld ausgibt, es spart oder wie man einkaufen geht. Dieser Ansatz wird durch die weltweite Unterstützung unserer Padrinos (Paten) ermöglicht.

Nach Erhalt der Süßigkeiten machen sich die Kinder zusammen mit ihren Tíos (Betreuern) nach Chimaltenango, auch Chimal genannt, auf. Für unsere Kinder von NPH Guatemala, besonders die jüngeren unter ihnen, ist ein Stadtbesuch ein seltener Luxus, da Chimal eine 20-minütige Busfahrt weit entfernt liegt. Es kommt nicht häufig vor, dass sie das NPH-Heim und das darum herum liegende Dorf verlassen.

Sie verbringen den Nachmittag mit dem Besuch der zahlreichen Geschäfte in Chimals Straßen und überlegen, wie sie ihr Geburtstagsgeld ausgeben sollen. Am liebsten werden Ausgaben für Naschereien, Bonbons, Haarpflegemittel und –spangen, neue Shirts, Jeans, Schuhe, Spielzeug und an Spielautomaten gemacht.

Ein kurzer Besuch bei den Spielautomaten

Ein kurzer Besuch bei den Spielautomaten

Am Abend trifft sich die ganze Gruppe mit der Padrinos-Abteilung bei den Imbissen und Restaurants des Pradera, dem beliebten Einkaufszentrum von Chimal. Die Geburtstagsfeier dieses Monats schloss ein McDonalds-Essen, einen besonderen Geburtstagskuchen eines ortsansässigen Geschäfts und Eis für alle mit ein. Nach dem Abendessen, wenn es dunkel wird, gehen alle mit vollen Bäuchen, Neuerworbenem und den Eindrücken eines aufregenden Tages wieder nach Hause.

Die gesamte Geburtstagsgruppe beim Essen

Die gesamte Geburtstagsgruppe beim Essen

Die kleinsten Geburtstagskinder

Die kleinsten Geburtstagskinder

Vielen Dank an unsere Padrinos-Abteilung und ganz besonders an unser weltweites Netzwerk aus Paten, das es uns ermöglicht, diesen besonderen Tag für jedes Kind von NPH Guatemala zu verwirklichen!

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06.04.2010

Strahlendes Lächeln in Peru

Peru – Zur medizinischen Vorsorge unserer Kinder gehört auch eine gute Zahnpflege. Ein Team von Zahnärzten besuchte deshalb unsere Kinder im Kinderdorf von NPH (Nuestros Pequenos Hermanos) in Peru.

Ein Ärzteteam untersuchte die Zähne der Kinder

Ein Ärzteteam untersuchte die Zähne der Kinder

Als dieses Wochenende zwei Autos voller Zahnärzte in unserem Heim in Lunahuaná eintrafen, gab es einige angespannte Gesichter! Aber während viele Kinder Angst vor einem Zahnarztbesuch haben, waren die meisten von ihnen hier in Peru begeistert über diesen Besuch, der vom Rotary Club Lima-Sunrise organisiert worden war.

Jedes Kind erhielt neue Zahnbürsten und Zahnpasta

Jedes Kind erhielt neue Zahnbürsten und Zahnpasta

Die Sprechstunde, die den gesamten Vormittag dauerte, hatte nicht nur zum Ziel, die 66 derzeit im Heim lebenden Kinder zu untersuchen und zu behandeln. Darüber hinaus wurden sie mit neuen Zahnbürsten und zeitgemäßem Rat zu vorbeugender Zahnpflege versorgt.

Den Kindern wird erklärt, wie man richtig Zähne putzt

Den Kindern wird erklärt, wie man richtig Zähne putzt

Im Verlauf des Vormittags füllte jedes Kind einen Fragebogen über den Zustand der eigenen Zähne und seine Essgewohnheiten aus, nahm an einem Kurzvortrag über Mundhygiene teil, erhielt eine nagelneue Zahnbürste sowie eine Tube Zahnpasta und wurde von einem der Zahnärzte untersucht.

Fragebögen zum Zustand der eigenen Zähne wurden ausgefüllt

Fragebögen zum Zustand der eigenen Zähne wurden ausgefüllt

Anschließend begann die Untersuchung der Zähne

Anschließend begann die Untersuchung der Zähne

Die Ärzte lobten Kinder und Angestellte für die allgemein gute Mundhygiene im Heim, die sie einer guten Ernährung und der beispielhaften Anleitung der Betreuer zuschrieben. Dennoch gab es unter all dem Strahlen auch ein paar „Wackelzähne“. Der 12jährige Hector musste all seinen Mut zusammen nehmen, als ihm gesagt wurde, dass zwei seiner Zähne gezogen werden müssten. Aber die Prozedur verlief ohne Tränen und Hector genoss das spätere Abendessen ohne die vorherigen Beschwerden durch seine schlechten Zähne.

Hector mussten zwei Zähne gezogen werden

Hector mussten zwei Zähne gezogen werden

Lima-Sunrise führt seine Unterstützung fort und hat vor, uns Wasserfilter zu schicken. Diese würden das Heim mit kostenlosem Trinkwasser versorgen und es den Kindern ermöglichen, sich die Zähne mit sauberem Wasser zu putzen. Außerdem werden die Aufzeichnungen der Untersuchungen ausgewertet und mit Empfehlungen für die zukünftige Zahnpflege zurückgeschickt, was den Angestellten dabei helfen wird, die Gesundheit unserer Kinder aufrecht zu erhalten.

Fleißiges Zähnputzen sorgt für saubere Zähne

Fleißiges Zähnputzen sorgt für saubere Zähne

NPH PERU schickt ein strahlendes Lächeln und ein großes Dankeschön an den Rotary Club Lima-Sunrise für die fortwährende Unterstützung.

Ein strahelndes Lächeln der Kinder aus Peru

Ein strahlendes Lächeln der Kinder aus Peru

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02.04.2010

Clown-Therapie schenkt den Kindern ein Lächeln

Coni VIP, eine Vereinigung freiwilliger Clowns mit Hauptsitz in Cuneo, Italien, hat ihre dritte Reise nach Guatemala unternommen, um den Kindern von NPH (Nuestros Pequenos Hermanos) ein Lächeln zu schenken.

Besuch der Krankenhaus-Clowns in Guatemala

Besuch der Krankenhaus-Clowns in Guatemala

Guatemala – Seit mehreren Jahren ist Ariaudo Lucio Vorsitzender von Coni VIP, einem Zusammenschluss freiwilliger Clowns, die in über 90 Krankenhäusern in ganz Italien arbeiten und kranken Kindern eine “Clown-Therapie” ermöglichen. Ariaudo und seine Frau Stefy, die beide aus Italien stammen, entschieden sich 2001, ein Patenkind aus unserem guatemaltekischen Heim zu unterstützen. Bald darauf reisten sie nach Guatemala um ihr Patenkind zu besuchen … und der Rest ist Geschichte.

Auftritt der Krankenhaus-Clowns aus Italien

Auftritt der Krankenhaus-Clowns aus Italien

Dieses Jahr nahm NPH Guatemala zum dritten Mal ein Team, bestehend aus elf italienischen Clowns und einem Fotografen von Coni VIP auf, das gekommen war, um unsere Kinder zu besuchen. Die Clown-Therapie – Grundlage von Coni VIP – zielt darauf ab, Kinder zum lächeln und lachen zu bringen, selbst wenn sie Schwieriges erlebt haben.

Die Kinder hatten viel Spaß beim Schminken

Die Kinder hatten viel Spaß beim Schminken

Am 06. Februar kam die Coni VIP–Gruppe an und blieb bis zum 18. Februar. Während ihres Aufenthaltes besuchten sie jede Sektion, verbrachten Zeit in unserer Montessori-Schule und reisten über mehrere Tage hinweg zu anderen Schulen und Organisationen im Land.

Am Abend vor ihrer Abreise führte die Gruppe freiwilliger Clowns dem kompletten NPHG-Heim eine tolle Show vor, die zugleich ihre despedida (Verabschiedung) war. Jede Abteilung von Kindern trat mit der Coni VIP-Gruppe auf und am Ende der Vorführung dankten unsere Kinder den Clowns und überreichten ihnen Dankeskarten.

"Virtuelles" Tauziehen während der Show

"Virtuelles" Tauziehen während der Show

Darüber hinaus brachten die Clowns von Coni VIP während ihres Besuchs ein neues Fotografie-Projekt ins Rollen. Coni VIP brachte 50 Einwegkameras mit zu NPH Guatemala und verteilte sie an Kinder jeden Alters. Den Kinder sagten sie, dass sie alles fotografieren könnten, was sie wollten – Fotos ohne Regeln. Die italienische Gruppe wird die Kameras später wieder einsammeln, die Filme entwickeln und große Fotoalben mit all den Bildern zusammenstellen, die die Kinder von NPH Guatemala geschossen haben. Dank der Spenden der italienischen Stadt Cuneo, in der Coni VIP seinen Hauptsitz hat, wird die Vereinigung in der Lage sein, Duplikate des Fotoalbums für jede Sektion von NPH Guatemala drucken zu lassen.

Die Kinder sind mit Freude bei der Sache

Die Kinder sind mit Freude bei der Sache

Coni VIP reist seit 2001 durch die ganze Welt und organisiert soziale Projekte in Entwicklungsländern wie Guatemala. Diese Reisen, auch „Lächel-Missionen“ genannt, führten die Gruppe schon nach Argentinien, Bolivien, Brasilien, Indien, Myanmar, Uruguay, in den Senegal und nach Zambia. 2008 besuchten uns die freiwilligen Clowns zum ersten Mal in Guatemala.

Ein Höhepunkt des Besuchs: Creatives Schminken

Ein Höhepunkt des Besuchs: kreatives Schminken

Im Lauf der Jahre wurden viele der freiwilligen Clowns von Coni VIP zu Paten von Kinder bei NPH Guatemala und während ihres diesjährigen Besuchs meldeten sich noch mehr von ihnen für diese Aufgabe an.

NPH Guatemala möchte Coni VIP für diesen Besuch danken. Wir freuen uns auf das nächste Mal!

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29.03.2010

Heute habe ich einen „echten Engel“ getroffen…

"Angel of Light" - "Kinder des Lichts" Programm für Kinderbetreuung in Haiti
“Angel of Light” – “Kinder des Lichts” Programm für Kinderbetreuung in Haiti

Brief von Alfonso León – Verantwortlich für das Kinderbetreuungs-Programm “Engel des Lichts”. Das Programm wurde nach dem Erdbeben in Haiti eingerichtet, um Kindern eine kindgerechte Umgebung mit Essen, Beschäftigung und Schule bieten zu können. Derzeit werden täglich ca. 1.500 Kinder betreut.

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe es geht euch allen gut.

Hier in Haiti haben wir immer noch sehr viel zu tun, aber es ist okay, wir tun was wir können und wir wünschen, wir könnten noch mehr tun.

Heute habe ich einen „echten Engel“ getroffen… also die Wahrheit ist, ich treffe dauernd Engel, aber es gibt so viele bedürftige Menschen, so dass ich einfach weiterhin meiner Arbeit nachgehe.

Der Engel, den ich heute morgen getroffen habe, war nicht weiß und hatte keine hellen, glänzenden Kleider, keine hübschen Flügel und keinen goldenen Schein.

Dieser Engel trug ein dunkles dreckiges blaues T-Shirt von einem männlichen italienischen Erwachsenen. Das T-Shirt war so lang, dass es dem Engel bis über die Knie reichte.

Sein Haar war schmutzig und er hatte infizierte Wunden auf seinem ganzen Kopf.

Seine Haut war schwarz und auf seinen Armen und Beinen waren Dreckspritzer.

Er trug keine Schuhe.

Er saß vor der kleinen Kapelle des St.Damien Krankenhauses, während Menschen aus anderen Ländern die Messe feierten… teilweise auf englisch, teilweise auf kreolisch.

Ich konnte nicht anders als hinzugehen und ihn zu fragen, warum er nicht in der Schule ist… (als ob ich die Antwort nicht wüsste)…

Wo wohnst du? fragte ich ihn. Er sagte, bei seiner Mutter. Dann sagte ich, geh und hol deine Mutter, damit ich dich in unsere Schule aufnehmen kann.

Der Engel antwortete…. Meine Mutter kann nicht kommen, weil sie krank ist und nicht laufen kann.

Willst du zur Schule gehen? fragte ich ihn… Er sagte Ja… Also sagte ich, wir werden zu deiner Mutter gehen und sie um Erlaubnis bitten.

Hast du weitere Brüder und Schwestern? Er sagte Ja… sechs weitere.

Als wir an dem Ort ankamen, den er als sein Zuhause bezeichnete,… war es eine einfache, alte, dreckige Zeltplane, die etwas Schatten spenden sollte und mit Stöcken und Seilen am Boden befestigt war. Seine Mutter war nicht dort. Sie hatte Schwierigkeiten beim Laufen, als sie kurze Zeit später ankam. Sie sah zu alt aus, um so ein junges Kind zu haben, aber sie hatte auch eine Tochter, die bereits über 20 Jahre alt ist.

Sie war sofort damit einverstanden ihre jüngeren Kinder zum Notlager der „Angels of Light“ zu schicken… wo all diese kleinen verlorenen Engel sein sollten.

Nun, es gibt eine ganze Menge verlorene Engel an diesem Ort, wo der kleine Engel herkommt. Er ist zum rechten Ort, zur Kirche, gegangen, um für seine kranke Mutter zu beten und um in sein Camp Licht zu bringen, wo viele andere Engel wie er genauso auf eine Chance warten, Hilfe zu bekommen, damit sie etwas zu Essen bekommen und zur Schule gehen können.

Ich weiß, dass Gott diesen kleinen Engel stellvertretend für all die anderen Engel zu dem Camp geschickt hat und ich bin sicher, dass wir auf Gottes Ruf antworten und Hilfe bringen werden, beginnend mit seiner kleinen Schwester „Angela“ und einem jüngeren Bruder.

Wir ihr sehen könnt, ist der Bedarf größer als die Hilfe, die wir leisten können, aber mit Gottes Hilfe werden wir viel erreichen.

Möge Gott euch alle segnen! Danke für eure moralische und finanzielle Unterstützung.

Alfonso

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26.03.2010

Prici – eine echte Erfolgsgeschichte

Seit Ende 2009 ist Priciliano Godoy Leiter unserer “Granja” (Farm für die Tiere) hier im Kinderdorf in Honduras. Prici – wie er hier von allen nur liebevoll genannt wird – strotzt nur so vor Energie und hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.

Priciliano Godoy - der Leiter unserer Farm in Honduras

Priciliano Godoy - der Leiter unserer Farm in Honduras

Vieles hat er in den letzten Wochen und Monaten analysiert und überlegt. Und schon nach dieser kurzen Zeit hat er erstaunliches in die Gänge gebracht: viele alte Zäune wurden ausgewechselt und momentan werden an vielen Stellen Bäume gepflanzt um das ganze Areal attraktiver und schattiger zu gestalten. Aber das sind nur die sichtbaren Veränderungen.

Prici möchte monatlich acht Schweine kaufen.

Prici möchte monatlich 16 Ferkel kaufen.

Prici hat viel tiefergreifende Pläne. So wird die “Granja” ab sofort auch eigenen Käse aus der von unseren Kühen gewonnenen Milch produzieren. Zudem will er die Haltung der Hennen verbessern und einen Stall komplett erneuern. Und er hat zusammen mit dem Direktor des Heimes beschlossen, zukünftig 16 statt nur 8 Ferkel monatlich zu kaufen.

“Wir möchten, dass sich die Kinder ausgewogen ernähren. Daher werden wir zukünftig weniger Hühnerfleisch und dafür etwas mehr Schweinefleisch produzieren” erklärt Prici.

Die Geschichte von Prici ist eine echte Erfolgsgeschichte unseres Heimes hier in Honduras. Mit gerade einmal 11 Monaten kam er zu uns. Inzwischen ist er 25 Jahre alt, hat im letzten Jahr erfolgreich sein Studium an der Universität in Catacamas als Agrar-Ingenieur abgeschlossen und arbeitet nun vorerst als “Año Familiar” (eine Art Servicejahr) als Leiter der Granja.

Prici auf der Farm in Honduras bei den Küken

Prici auf der Farm in Honduras bei den Küken

Gerade für die Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, Vorbilder wie Prici zu haben und zu sehen, was man im Leben erreichen kann, wenn man daran glaubt und hart arbeitet.

Das Ziel das er sich für dieses Jahr gesteckt hat ist kein leichtes: “Ich möchte, dass die Granja organisierter arbeitet und das wir alles was unsere Kinder an Fleisch, Milch und Eiern benötigen auch wirklich hier produzieren. Nur so sind wir unabhängig von schwankenden Preisen und Qualitäten auf dem Markt.”

Aber nicht nur die Wirtschaftlichkeit ist Prici wichtig. Immer hat er auch die Interaktion mit den Kindern im Kopf: “Die Granja soll nicht nur ein Ort sein wo gearbeitet und produziert wird. Sie soll auch auch eine Chance für die Kinder sein, sich zu erholen und die Umwelt und die Tiere zu genießen.”

Kinder auf der Farm in Honduras

Kinder auf der Farm in Honduras

Nicht immer rufen ihn die Kleinen beim Namen – manchmal ist Prici auch einfach nur “hermano”: ihr großer Bruder.

Hier finden Sie alles, was Prici bei seiner Arbeit auf der Farm in Honduras benötigt. Bitte unterstützten Sie sein tolles Engagement mit der Spende von z.B. Schweinen, Küken, Saatgut etc..

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26.03.2010

Gemüse auch für die Armen und Senioren

Die jungen Frauen und Männer unserer Kinderdörfer in Nicaragua besuchen momentan den Landwirtschaftsunterricht. Zwei Gruppen mit jeweils 75 Personen lernen zweimal pro Woche alles Wissenswerte auf unseren Feldern.

Gemüse wie Gurken, Karotten und Tomaten werden gepflanzt und neben dem eigenen Verzehr, werden sie an die Armen und Alten in der Nähe unseres Heimes verteilt.

Jeder Jugendliche des Kinderdorfs muss 30 Stunden Sozialdienst in der Gemeinde vor Ort ableisten. Das bedeutet, dass sie ein Teil des angepflanzten Gemüses unter den Armen und den Senioren der Umgebung verteilen, sie auch besuchen und eine schöne Zeit mit ihnen verbringen.

Deshalb mussten wir auch Gurken, Karotten und Tomaten auf rund einen viertel Hektar Land unseres Heimes „Casa Santiago“ – das größte in Nicaragua – anpflanzen. So können die jungen Leute, neben dem Erlernen, auch diese schöne Aufgabe übernehmen.

Hier finden Sie alles was unsere Farm in Nicaragua für den Betrieb benötigt. Bitte unterstützten Sie uns mit z.B. Saatgut, Hacken, Schaufeln etc..

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25.03.2010

Obst- und Gemüseanbau im Kinderdorf

Hilfe zur Selbsthilfe

Hier im Kinderdorf in Honduras auf der Rancho Santa Fé betreiben wir einen großen landwirtschaftlichen Bereich. Da gibt es zum einen die “Granja”, in der Hühner, Kühe und Schweine gehalten werden und zum anderen die “Hortaliza”. Hier bauen wir verschiedene Obst- und Gemüsesorten an.

Die "Hortaliza"- Anbau verschiedene Obst- und Gemüsesorten

Die "Hortaliza"- Anbau verschiedener Obst- und Gemüsesorten

Wir haben dabei klare Ziele: unsere Kinder und Jugendlichen sollen mithelfen und sogar eigenverantwortlich arbeiten, Erfahrungen sammeln und über Landwirtschaft lernen. Außerdem können wir durch die Erträge fast den gesamten Eigenbedarf unseres Kinderdorfes sichern!

Im letzten Sommer haben wir ein System etabliert, auf das wir sehr stolz sind. Insgesamt 8 “Año Familiares” (Jugendliche und junge Erwachsene aus unserem Heim die 1 oder 2 Jahre durch ihre Arbeit mithelfen) haben jeweils eine eigene “Parcela”, also einen Abschnitt des Geländes, zur Bewirtschaftung bekommen. In Absprache mit Oscar Cruz, dem Koordinator der Hortaliza, kultivieren sie hier u.a. Paprika, Tomaten, Möhren, Gurken und Zwiebeln.

Einer dieser Jungs ist Alfredo. Nach seinem Schulabschluss mit Schwerpunkt Elektronik hat er schon sein 1. Hilfsjahr als Helfer in unserer Zahnarztpraxis abgeleistet. Sein Ziel ist ein Universitätsstudium hier in Honduras.

Stolz präsentiert uns Alfredo seine Arbeit.

Stolz präsentiert uns Alfredo seine Arbeit.

Stolz präsentiert er uns sein Feld und erklärt uns, wie er arbeitet und was besonders berücksichtigt werden muss. Alle schweren Arbeiten, wie z.B. das Anlegen der “Camas” (Erdhügel) werden im Team erledigt. Für die alltägliche Pflege des Feldes und der Pflanzen ist Alfredo selbst verantwortlich. Insgesamt kümmert er sich um 21 Erdhügel mit jeweils 85 Metern Länge. “Zuerst pflügen wir das ganze Areal mit einem Traktor, dann messen wir die ‘Camas’ auf einen Meter breite aus und bringen sie anschließend mit Schaufeln und Hacken in ihre Form” erzählt Alfredo. Einige dieser Hügel sind mit schwarzer Plastikfolie bedeckt. “Die Folie schützt meine Pflanzen sehr effektiv vor Krankheiten und verhindert zudem das Wachstum von Unkraut.” Auf diese Weise wird das Risiko eine Ernteausfalls stark minimiert. Seit November 2009 arbeitet Alfredo auf seinem Feld und hat in den letzten Monaten viel gelernt und erfolgreiche Erträge gehabt. Nun gibt er sein Wissen auch an die Jüngeren weiter: “Jeden Freitag gebe ich Kurse für meine Brüder und Schwestern aus der 1. bis zur 6. Klasse.”

Bitte unterstützten Sie uns bei der Beschaffung aller notwendigen Materialien  zum weiteren Ausbau unserer Landwirtschaft in den Kinderdörfern. Hier finden Sie einen Überblick über die aktuell benötigten Dinge, wie z.B. Hacken, Schaufeln, Saatgut, Schweine, Küken etc..

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24.03.2010

Besuch im “Streichelzoo”

Mexiko Die Kindheit ist eine Zeit der Neugier und der lehrsamen Erlebnisse. Vor zwei Wochen konnten wir den jüngsten unserer Kinder einen ganz besonderen Tag bereiten. Dank einer großzügigen Spende aus Holland schließt sich unserer Farm jetzt ein Lehrbereich an. In Zusammenarbeit mit Biofauna, einem regional ansässigen Verein zur Umwelterziehung, ermöglichten wir unseren Kindern unter Einbeziehung unseres Farmtiernachwuchses einen Tag „im Streichelzoo“ (Granja Didáctica).

Der Tag war sowohl lehrreich als auch spannend. Die Vereinsmitarbeiter hielten die mitgebrachten Tiere zunächst versteckt während sie die Wichtigkeit des richtigen Umgangs mit Tieren erklärten. Unseren Kindern fiel die wichtige Aufgabe zu, die Tiere zu halten und ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Liebe zu vermitteln.

Als die unterschiedlichen Arten von Tieren gezeigt wurden, sah man überall lächelnde Gesichter und deutende Finger. Der Verein brachte unseren Kindern bei, wie man Meerschweinchen, Hasen, Küken, Entchen, Tauben und sogar Mäuse richtig hält und streichelt. Einige der Kinder hatten ein bisschen Angst davor, die Tiere zu halten und dachten, dass ein Tier sie verletzen könnte. Aber die Betreuer versicherten ihnen die Gefahrlosigkeit und schon bald knuddelten die Kinder Hasen und sahen fasziniert zu, wenn eine Taube auf ihrem Finger saß. Unsere Kinder hatten großen Spaß dabei, ihre Tiere mit denen ihrer Freunde zu vergleichen und zeigten den Betreuern und Vereinsmitgliedern stolz, dass in ihren Armen sogar ein Hase eingeschlafen war.

Sobald sich alle unserer Kinder mit den Tieren auf dem Arm wohlfühlten, ging es weiter in die Ställe der Farmtiere im Lehrbereich, um etwas über Ziegen und Schweine zu lernen. Normalerweise sehen unsere Kinder die Schweine erst, wenn sie bereits viel größer sind und die Ziegen, wenn sie als Statisten in der Weihnachtsaufführung der Schule mitwirken. Aber an diesem Tag sollten unsere Kinder sehen, wie sich diese Tiere benehmen, solange sie noch jung sind und wir waren alle überrascht, wie laut eines der Ferkel quiekte. Ob es Angst vor uns hatte? Die Betreuer mahnten die Kinder, sehr still und ruhig mit dem Ferkel umzugehen. Die Kinder beruhigten sich zuerst, danach das Ferkel. Als es ganz still geworden war nahm es eins der Vereinsmitglieder hoch und brachte es herüber, so dass alle Kinder es streicheln konnten. Manche der Kinder waren ein wenig verhalten dabei, etwas zu streicheln, was nur wenige Minuten zuvor so furchtbar gequiekt hatte. Aber ein zehnjähriges Mädchen ging geradewegs auf das Ferkel zu, lächelte und sagte: „Keine Sorge, ich tu dir nichts!“ Indem sie das Ferkel streichelte, zeigte sie uns, wie man Vertrauen aufbaut. Viele unserer Kinder hatten wohl keine gesunde, vertrauensvolle Beziehung zu den Menschen in ihrem Leben bevor sie in unser Heim kamen. Der Einsatz von Tieren war eine tolle Möglichkeit, ihnen indirekt nahe zu bringen, dass solch wichtige Beziehungen noch immer aufgebaut werden können.

Auch im weiteren Verlauf des Tages hatten die Kinder noch viel Spaß mit den Tieren. In den Ziegenställen wendeten sie ähnliche Vertrauens-Aufbau-Methoden an und zum Schluss fühlten sich die Ziegen sogar wohl dabei, ihnen aus der Hand zu fressen. Wir schlossen den Tag mit einer Malstunde ab. Manche unserer Kinder setzten vor dem Malen ihre Tiere zurück aber andere zogen es vor, mit einer Hand zu malen und mit der anderen ihr Tier zu halten. Als es an der Zeit war, die Tiere zurückzubringen, kümmerten sich unsere Kinder darum, dass die Tiere sicher in ihre Käfige gesetzt wurden und schließlich erhielten alle noch antibakterielles Desinfektionsmittel für die Hände.

Als unsere Kinder den Lehrbereich der Farm verließen und dabei mit Freunden und Betreuern glücklich Geschichten über ihre Erfahrungen austauschten, war ganz offensichtlich, dass sie diesen fröhlichen und lehrreichen Tag sehr genossen hatten!

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24.03.2010

Vulkan aktiv – Kinderdorf evakuiert

Nicaragua – Der Vulkan  Concepción auf der Insel Ometepe in Nicaragua ist seit Tagen wieder aktiv. Der Zivilschutz hat begonnen die gefährdeten Gebiete zu evakuieren. Das Kinderdorf gehört bisher nicht dazu.

Der rauchende Vulkan hinter unserem Kinderdorf

Der rauchende Vulkan hinter unserem Kinderdorf

Trotzdem haben am Sonntag unsere Mitarbeiter auf der Insel Ometepe beschlossen , die noch in unserem Kinderheim auf der Insel lebenden Kinder auf das Festland zu evakuieren. Sie sind in unserem neuen noch im Bau befindlichen Heim untergebracht.

Obwohl es noch keine offizielle Aufforderung gab, die Insel zu verlassen, nutzten wir die Osterferien in Nicaragua, um unsere Kinder in Sicherheit zu bringen. Zum Glück haben wir vor einigen Wochen eine Spende von Betten und Matratzen erhalten, so dass wir alle unsere 168 Kinder und Jugendlichen in unserem neuen Kinderheim auf dem Festland ohne größere Probleme unterbringen können.

Unseren älteren Jugendlichen leben bereits seit ca. einem Jahr in den bereits fertigen Gebäuden des neuen Kinderdorfs. Die kleinen Kinder wohnen schon immer auf dem Festland.

Rauchender Vulkan hinter dem Kinderdorf

Rauchender Vulkan hinter dem Kinderdorf

In den nächsten zwei Wochen werden wir die Situation beobachten und uns darauf vorbereiten, wie wir alle Kinder falls nötig auf dem Festland unterrichten  können.

2005 musste das Kinderdorf bei einem Ausbruch schon einmal komplett evakuiert werden. Danach wurde beschlossen ein neues Kinderdorf  in sicherer Entfernung zum Vulkan auf dem Festland zu bauen.

Evakuierung des Kinderdorfs im November 2005 während des Vulkanausbruchs

Evakuierung des Kinderdorfs im November 2005 während des Vulkanausbruchs

Evakuierung des Kinderdorfs im November 2005 während des Vulkanausbruchs

Evakuierung des Kinderdorfs im November 2005 während des Vulkanausbruchs

Evakuierung des Kinderdorfs im November 2005 während des Vulkanausbruchs

Evakuierung des Kinderdorfs im November 2005 während des Vulkanausbruchs

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