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Sauberes Wasser für Slums in Haiti

11.06.2012

Sauberes Trinkwasser ist in Haiti ein Luxusgut. Das gilt insbesondere für die Bewohner der Slums und Zeltstädte. Sie haben schon zu wenig Geld, um satt zu werden. So greifen sie auf Regenwasser aus Pfützen und Bächen zurück, um ihren Durst zu stillen und sich zu waschen.

Viele Haitianer nutzen Wasser aus Bächen und Pfützen

Viele Haitianer nutzen Wasser aus Bächen und Pfützen

Dieses Wasser ist oft voller Bakterien und Parasiten und so breiten sich Krankheiten, wie im Oktober 2010 die Cholera, schnell aus. Daher haben wir 2007 das „Water for life“-Programm ins Leben gerufen.

Tägliche Wasserlieferungen in die Slums

Die Wasserlaster von nph haiti verteilen im Rahmen dieses Programms rund 80.000 Liter am Tag an die Bewohner der Slums und Zeltstädte im Großraum Port-au-Prince. Sie fahren bis zu siebenmal am Tag die unterschiedlichen Stationen an, um den Menschen sauberes Wasser zu bringen – kostenlos.

„Es ist unsere Pflicht als Christen, den Ärmsten der Armen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen“, so Pater Richard Frechette, der Leiter von nph haiti. „So können wir wenigsten die Krankheiten wirksam bekämpfen, die durch verunreinigtes Wasser hervorgerufen werden. Trinkwasser muss für alle Menschen zugänglich sein.“

Sauberes Wasser stillt den Durst ohne Krankheiten auszulösen

Sauberes Wasser stillt den Durst ohne Krankheiten auszulösen

Das Wasser „tanken“ wir an Wasserstationen in Port-au-Prince. Die Wartezeit dort ist oft sehr lang und die Anfahrt kostet ebenfalls wertvolle Zeit. Zudem sind die Speicherbecken nicht sehr groß und meist nach zwei Tagen leer. Da die Betreiber oft nicht in der Lage sind, die Becken rechtzeitig wieder aufzufüllen, müssen wir an manchen Tagen mehrere Wasserstationen anfahren und wenn wir Pech haben, fallen die Lieferungen aus. Daher haben wir Anfang 2011 beschlossen, einen eigenen Brunnen an einem gut erreichbaren Standort zu bohren.

Bau eines eigenen Brunnens hat begonnen

In Tabarre, einem Vorort von Port-au-Prince, haben wir ein geeignetes Grundstück erworben, auf dem ein Brunnen mit hohem Fördervolumen gebohrt werden kann. Auch für die Abfüllanlage ist ausreichend Platz vorhanden.

Im März haben wir mit der Bohrung für einen eigenen Brunnen begonnen

Im März haben wir mit der Bohrung für einen eigenen Brunnen begonnen

Bevor wir mit den Bohrungen beginnen konnten, mussten wir zunächst eine Mauer mit zwei sicheren Toren errichten. Nur so können wir sicher gehen, dass unsere Materialien und Maschinen auch am nächsten Tag noch unversehrt an Ort und Stelle stehen. Inzwischen haben die ersten Probebohrungen stattgefunden, nach denen entschieden werden konnte, welche Pumpenstärke benötigt wird. Sobald die Pumpe montiert ist, können wir die Wasserqualität untersuchen und prüfen, welche Filterarten notwendig sind.

Die Kosten für das Gesamtprojekt werden ca. 225.000 € betragen. Die Europäische Brunnengesellschaft, die auch in die Planung mit einbezogen ist, sowie die Stiftung Wasser für die Welt unterstützen dieses wichtige Projekt.

Wenn auch Sie den Menschen in Haiti helfen wollen, finden Sie unter www.MyGoodShop.org Artikel, die Sie spenden können.

Schlagworte: kinderbilder haiti, trinkwasser brunnen bohrung

Dieser Artikel wurde am 11.Juni 2012 von MStemmer geschrieben.

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