Bereits 1989 kam Schwester Lorraine Malo zusammen mit zwei anderen Schwestern vom katholischen Orden „Sisters of St. Joseph“ in Toronto nach Haiti, um hier in Cap Haitian zu arbeiten. Zu dieser Zeit lernte sie auch Pater Richard Frechette, Nationaldirektor von UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN | nph deutschland in Haiti, kennen. Nach einigen Jahren kehrte sie nach Kanada zurück, und im Jahr 2000 fasste sie den Entschluss, erneut nach Haiti zu reisen.
Ihre erste Anlaufstelle war Pater Richard, den sie fragte, ob er Hilfe gebrauchen könne. Und so begann Lorraine Malo im Kinderkrankenhaus „St. Damien“ als Lehrerin und Seelsorgerin zu arbeiten. Für die MyGoodShop “GoodNews” berichtet sie, wie sie mit den kleinen Patienten über die Bedeutung der Ostersymbole spricht:
Schlagworte: ostereier bemalen, basteln ostern, basteln für ostern, ostereier bemal videos, ostern bastelei, ostern basteln, tragödien symboleIm neuen Schulzimmer des Kinderkrankenhauses „St. Damien“ herrscht große Aufregung während der gemeinsamen Vorbereitung für das Osterfest. Und ich bin jedes Mal aufs Neue erstaunt darüber, wie wenig die kleinen Mädchen und Jungen über die Feiertage wissen, mit denen ich als Kind aufgewachsen bin – Ostern, Geburtstage, Weihnachten, Allerheiligen und all die anderen, die es noch gibt. Für mich ist dies aber auch ein trauriges Zeugnis der Armut, in der meine geliebten Kleinen leben müssen.
Vor zwei Wochen erklärten wir ihnen die Ostergeschichte – wie Jesus Leid und Tod auf sich nahm, um uns alle zu erlösen. Aber wir brachten den Kleinen auch bei, dass der Tod nicht die letzte Station im Leben Jesu war – wie es auch für uns nicht die letzte Station sein wird! Sie alle betrachteten aufmerksam die Bilder in der Kinderbibel, auf denen Jesus „leve byen vivan“ (lebendig und gesund) zu sehen ist, trotz der Tragödie der Karfreitagsereignisse.
Eine kleine Patientin aus ihren Reihen war wenige Tage zuvor verstorben. Mit der Ostergeschichte im Hinterkopf war es uns möglich, über die kleine Carissa zu sprechen und darüber, wie sie nun, genau wie Jesus, „leve byen vivan“ die nächste Station ihres Lebens erreicht hat. Und tatsächlich war die kleine Carissa in genau jenem Moment bei Jesus und genoss all die Wunder, die Gott uns zu bieten hat.
Die Kinder hatten Fragen, die mich tief berührten: „Bekommt Carissa jeden Tag Reis? Wird sie ihre Mama vermissen? Hat sie Puzzle dort oben wie wir sie hier im Klassenzimmer haben? Gibt es andere Kinder, mit denen sie spielen kann? Kann sie dort Fahrrad fahren?“ Ihre Augen glühten, während ich ihre Fragen, so gut ich konnte, beantwortete. Der Glaube kleiner Kinder kann sehr tiefsinnig, aber auch verwirrend sein, wenn man sich die Zeit nimmt, ihnen zuzuhören!
Letzte Woche sprachen wir über die Ostersymbole – die Eier, kleine Küken, Hasen, Osterhüte und Osterkörbe. Wir versuchten herauszufinden, was sie mit der Auferstehung zu tun haben. Es war herzergreifend, den einfachen Fragen und klaren Antworten der Kinder zu lauschen.
Und dann begann der fröhliche Teil! Zusammen bastelten wir Osterschmuck für die Krankenzimmer der kleinen Patienten. Und sie konnten es kaum erwarten, ihre selbst gemachten Osterhüte auf den Kopf zu setzen – da gab es kein Abwarten mehr auf den Ostermorgen!
Diese Woche werden wir Osterkörbe basteln, und wenn es nur annähernd so wird wie letztes Jahr, wird es ein großer Spaß! Ich bin mir sicher, dass der „Osterhase“ in der Nacht auf Ostersonntag viel damit zu tun haben wird, all die Körbe zu füllen. Am Sonntag werden ihm die Hütebastler dann dabei helfen, die gefüllten Körbe zu verteilen. Das wird wieder eine Freude!
Schwester Lorraine Malo





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