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27.01.2012

Haiti: Schulen und Medizin im Focus

Im nph haiti-Kinderdorf „St. Hélène“ in Kenscoff haben wir 64 neue Kinder aufgenommen, so dass dort jetzt insgesamt 406 leben. Neben St. Hélène haben wir seit Mitte 2010 ein weiteres, momentan noch provisorisches Kinderdorf, „St. Louis“, eingerichtet. Es besteht aus dem Babyhaus „St. Anne“ und dem Kinderschutzcamp „St. Louis“ für die bis 14-Jährigen.

Kinder im Kinderdorf St. Hélène
Kinder im Kinderdorf St. Hélène

Insgesamt leben dort inzwischen 180 Mädchen und Jungen. Für sie wurde auch eine neue Schule gebaut, die Ende November eingeweiht wurde. Diese steht auch 600 Kinder aus der nahen Umgebung von Port-au-Prince und den Zeltstädten offen. Alle Schüler bekommen kostenlosen Unterricht, Unterrichtsmaterial, eine Schuluniform und ein warmes Mittagessen.

Erster Schultag an der neuen Engel des Lichts-Schule
Erster Schultag an der neuen Engel des Lichts-Schule

Auch für unsere Jugendlichen, die eine weiterführende Schule besuchen oder studieren, hat sich viel getan im letzten Jahr. Damit viele von ihnen nicht mehr in Containern oder angemieteten Wohnungen leben müssen, wurden sechs Häuser gebaut, in denen jeweils 16 Jugendliche wohnen können. Sie befinden sich alle auf dem Campus der Sekundarschule in Tabarre. Dort wird gerade auch eine neue Berufsschule errichtet, die für 120 Schüler ausgelegt ist. Sie sollen dann in den Bereichen Telekommunikation, Krankenpflege, Wasserinstallation und Bautechnik unterrichtet werden.

Pater Richard behandelt einen Cholera-Kranken
Pater Richard behandelt einen Cholera-Kranken

Was die medizinische Hilfe anbelangt, wurde eine große Impf-Aktion gestartet, bei der alle Kinder der nph-Kinderdörfer gegen die gängigen Kinderkrankheiten geimpft wurden. Des Weiteren ist es uns gelungen, für medizinische Einrichtungen, die provisorisch in Containern untergebracht waren, feste Gebäude zu errichten. So ist mit dem „Medizinischen Zentrum St. Lukas“ ein neues Krankenhaus mit 250 Betten entstanden, in dem 2011 bereits über 60.000 Patienten behandelt wurden, darunter 20.000 Cholera-Kranke. Das Hospital ist mit zwei Operationssälen ausgestattet und viel moderner Medizintechnik, so dass dort Erwachsene und Kinder rund um die Uhr behandelt werden können. Dafür wurden 300 Haitianer eingestellt, die von rotierenden Teams aus den USA und Europa unterstützt werden.

Auch in Cité Soleil, wo die Ärmsten der Armen leben und kein Krankenhaus existiert, haben wir ein Krankenhaus mit 80 Betten gebaut. Im „St. Mary Hospital“ sollen rund 35.000 Patienten pro Jahr versorgt werden. Unser größtes und wichtigstes Krankenhaus ist aber immer noch „St. Damien“. Dort wurden 2011 70.000 Kinder und Mütter von 450 Angestellten behandelt, die auch in die Zeltstädte gehen, um dort Hausbesuche zu machen oder Prävention zu leisten.

Dank Ihrer Hilfe können Haitis Kinder heute wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blicken – unterstützen Sie uns auch im neuen Jahr!

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