Die Charité – Universitätsmedizin Berlin gewährt pflegerischen Mitarbeitern, die sich zu einem Einsatz in der vom Erdbeben verwüsteten Hauptstadt Haitis entschließen, eine Freistellung von bis zu zehn Arbeitstagen. Dr. Peter Tinnemann vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie am Campus Charité Mitte arbeitet bereits in dem von der Hilfsorganisation „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ betriebenen Kinderkrankenhaus „St. Damien“ in Port-au-Prince. Dort sind seinem Bericht zufolge mittlerweile ausländische Ärzte eingetroffen, aber es gibt nach dem Beben kaum pflegerisches Personal. Mögliche freiwillige Helfer müssten sich der chaotischen und riskanten Situation vor Ort bewusst sein, erklärt das Berliner Universitätsklinikum in einer internen Information an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sollten psychisch und physisch extrem belastbar sein, Erfahrung in Katastropheneinsätzen mitbringen und für einen mindestens zweiwöchigen Einsatz zur Verfügung stehen. Für ihre psychologische Betreuung nach der Rückkehr sorgt als Kooperationspartner die Hilfsorganisation LandsAid.
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