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09.07.2010

Bornicherin aktiv für Kinder in Guatemala

Meike Michel, Ergotherapeutin aus Bornich, arbeitete ein Jahr lang ehrenamtlich im Kinderdorf des Hilfswerks “Unsere kleinen Brüder und Schwestern” in Guatemala. Hier haben über 360 verlassene und verwaiste Kinder ein Zuhause gefunden.

„Ich wollte schon immer einmal ins Ausland und anderen Menschen helfen“, sagte die 26-jährige Therapeutin Meike Michel. Als sie einen Artikel über eine Freiwillige las, die in Honduras in einem Kinderdorf des Kinderhilfswerks “Unsere kleinen Brüder und Schwestern” für ein Jahr mitgearbeitet hatte, wurde ihr Wunsch noch verstärkt, im Ausland zu helfen. In Rumänien hatte sie bereits erste Erfahrungen mit Armut und schwerstbehinderten Kinder gesammelt. Am sozialen Dienst im Ausland reizte sie auch, eine neue Kultur kennen lernen zu dürfen.

Meike Michel, Ergotherapeutin aus Bornich, mit ihren Schützlingen

Meike Michel, Ergotherapeutin aus Bornich, mit ihren Schützlingen

In Guatemala fand die Bornicherin beides: Meike Michel konnte rund 30 Kindern in Gruppen- und Einzeltherapie helfen und zugleich die lateinamerikanische Kultur kennenlernen. Da das Heim im letzten Jahr keine/n Voluntär/in für die Physiotherapeutenstelle fand, übernahm die Ergotherapeutin auch die in ihrem Rahmen mögliche Behandlung von Kindern, die dringend physiotherapeutisch betreut werden mussten. Michel stellte eigenverantwortlich Therapiepläne für jedes Kind auf. In Teamsitzungen konnte sie sich mit lokalen Mitarbeitern und anderen Freiwilligen über die Entwicklung der Kinder austauschen. Andere Ergotherapeuten waren zwar nicht vor Ort, aber manchmal bekam sie fachliche Unterstützung von Physio- und Ergotherapeuten aus den USA und aus Japan, die kurzzeitig im Kinderdorf in Guatemala aushalfen.

Therapeutische Erfolg bei Hugo. Darüber freut sich Meike Michel ganz besonders.

Therapeutische Erfolg bei Hugo. Darüber freut sich Meike Michel ganz besonders.

Ein besonderes Erlebnis war für die junge Therapeutin die erfolgreiche Behandlung des 16-jährigen Hugos. Er leidet an einer Krankheit mit offenem Rückenmark, der so genannten Spina bifida. Der Junge musste bereits mehrere Operationen über sich ergehen lassen. Einmal hing sein Leben sogar an einem seidenen Faden. Heute kann er, dank der Behandlung von Meike Michel wieder mit Gehhilfen laufen.

„Schon allein für Hugo hat sich mein Einsatz in Guatemala gelohnt“, berichtet die junge Bornicherin. Was sie sich für die Zukunft wünscht, ist eine neue Arbeitsstelle in Deutschland. Die junge Frau hofft auch darauf, dass “Unsere kleinen Brüder und Schwestern” schnell wieder eine/n gute/n Physiotherapeut/in für Guatemala findet. Interessierte können sich gerne auf der Homepage des Kinderhilfswerks UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN Bewerbungsformulare herunterladen.

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