Dank der Unterstützung eines Mediziner-Teams aus Kanada konnten die Mitarbeiter von nph dominikanische republik unser Nachbarschaftshilfsprogramm für die Armenviertel in der Nachbarschaft des Kinderdorfs, die sog. Bateys, weiter ausbauen. Wichtig war uns dabei, dass die Kinder unseres Kinderdorfs „Casa Santa Ana“ mit einbezogen werden und damit den Kontakt zu ihren Familien, Verwandten oder Gemeinden nicht verlieren.
Die Ärzte machten einen allgemeinen Gesundheitscheck bei 300 bis 400 Personen und leisteten bei 12 Personen auch Sprach- und Physiotherapie. Darüber hinaus gingen sie in die örtlichen Schulen und gaben Gesundheitsunterricht oder hielten Vorträge über die Cholera.
Auch das Thema Bildung liegt uns sehr am Herzen. Deshalb gehen wir in die Batey-Schulen, um die Erwachsenen, die nicht lesen und schreiben können, zu unterrichten. Für die Fortgeschrittenen arrangieren wir Abendunterricht in den staatlichen Schulen der Umgebung. Langfristig ist es unser Ziel, dass alle Bewohner der Bateys eine Geburtsurkunde und einen Ausweis besitzen, denn ohne diese Papiere können sie weder eine staatliche Schule besuchen, noch eine Anstellung finden oder an einer Wahl teilnehmen.
Unsere Kinder aus dem Kinderdorf besuchten die Bewohner der Bateys vor Weihnachten und überraschten sie mit Liedern, Tänzen und Paketen, die unter anderem mit Reis, Bohnen, Öl und Seife gefüllt waren. Darüber hinaus gab es kleine Päckchen für die Kinder. Auch an Ostern brachten sie kleine traditionelle Mahlzeiten zu den Menschen und schenkten ihnen ihre selbstgemalten Bilder.
Leider konnten wir 2011 keine weiteren Baumaßnahmen in den Bateys durchführen, da uns dafür die finanziellen Mittel fehlten. Aber wir hoffen, dass wir 2012 dank vieler Spenden mit dem Bau von neuen Dächern, Fenstern und Toiletten fortfahren können.
Nachbarschaftshilfe leisteten wir auch im September, als Hurrikan „Irene“ über die Dominikanische Republik fegte und ein Bild der Verwüstung hinterließ. Im Kinderdorf erlebten wir Tage heftigen Regens und Sturms, doch zum Glück wurde niemand verletzt und nichts zerstört. In der Nachbarstadt San Pedro de Macoris dagegen waren Straßen überflutet und viele Familien mussten ihre Häuser verlassen. So beschlossen wir, unseren Nächsten zu helfen. Wir backten 500 Brote, brachten sie zum Katastrophendienst und halfen beim Verteilen in Kirchen. Anschließend sahen wir uns in den überfluteten Gegenden um. Zurück im Kinderdorf erzählten zwei unserer Jugendlichen von der Not und dem Elend in den Armenvierteln der Stadt. Alle überlegten, wie wir die Menschen weiter unterstützen könnten. Am nächsten Tag spendeten wir Matratzen, damit sie in den Kirchen nicht auf dem kalten Boden schlafen mussten.
Damit wir nicht nur für unsere eigenen Kinder, sondern auch für unsere Nachbarn in Not sorgen können, sind wir auch 2012 auf Ihre Spenden angewiesen.
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